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Schwarze Zahnpasta

Schwarze Zahnpasta – Woher kommt das Schwarz?

schwarze ZahnpastaSchwarzes Pulver ist derzeit ein Renner in der Kosmetik-Branche. Als Zusatz zu Gesichtsmasken, Peelings, Reinigern und dergleichen wird es schon seit einiger Zeit verwendet. Seit kurzem hat es nun auch bei der Mundhygiene Einzug gehalten. Gleich mehrere Firmen bieten schwarze Zahnpasta an – und die passende Zahnbürste in ebensolcher Farbe gleich dazu. Das schwarze Pulver ist keine Neuerfindung, sondern schon seit sehr langer Zeit bekannt. Es handelt sich nämlich um die Aktivkohle.

Aktivkohle: Herkunft und Wirkung

Aktivkohle, auch A-Kohle oder medizinische Kohle genannt, ist feinkörniger, poröser Kohlenstoff, der u.a. aus Holz, Steinkohle oder Torf gewonnen wird. Die Aktivkohle besitzt eine poröse Struktur, ähnlich wie ein Schwamm. Durch diese Mikroporen können Substanzen angezogen und dadurch entfernt werden (sog. Adsorption: Prozess der Anlagerung flüssiger oder gasförmiger Substanzen an einen Feststoff). Aufgrund ihrer wahrhaft gigantischen inneren Oberfläche stellt Aktivkohle das Material mit den stärksten adsorptiven Eigenschaften dar, das man kennt. Nur drei Gramm Aktivkohle besitzen die innere Oberfläche eines Fußballfeldes. Als Adsorptionsmittel wird es deshalb unter anderem in Medizin, Chemie, Wasser- und Abwasserbehandlung verwendet, kommt bei Lüftungs- und Klimatechnik zum Einsatz und dient außerdem als Trägermaterial von Katalysatoren.

Als Bestandteil von schwarzer Zahnpasta nimmt Aktivkohle genau die Partikel in seine Mikroporen auf, die auf den Zähnen zu Verfärbungen führen, also vor allem Reste von Kaffee, Tee, Rotwein und Nikotin.

Schwarze Zahnpasta: Japan und Korea als Vorläufer

Schwarze Zahnpasta ist zwar bei uns in Deutschland neu auf dem Markt, aber in Ländern wie Japan und Korea gibt es sie schon länger, in Japan beispielsweise schon seit mehr als zehn Jahren. Dort kann man auch schwarze Ohrenstäbchen und Kaugummis, schwarze Reiskocher oder Küchenbretter kaufen – frei nach dem Prinzip „Black is beautiful“.

Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen herkömmlicher Zahnpastas

Strahlend weiße Zähne gelten in unserer Gesellschaft als ein Schönheitsideal. Dafür nehmen vor allem Frauen einiges in Kauf. Zwar sind wir noch nicht so weit wie im Bleaching-Mekka-Land Amerika, wo man Whitening-Sets für die Zähne in unzähligen verschiedenen Ausführungen kaufen kann. Aber auch bei uns gibt es Zahncremes im Handel, deren Bestandteile und Zusatzstoffe der Zahngesundheit auf die Dauer nicht förderlich sind.

Die meisten herkömmlichen Whitening-Zahnpastas setzen auf Schmirgelpartikel wie beispielsweise Silikate, Schlämmkreide, ja sogar Bimsstein oder Bentonite, nicht jedoch die schwarze Zahnpasta mit Aktivkohle. Dabei kann sich auch der Laie leicht vorstellen, dass Schleifzusätze den Zahnschmelz ruinieren und aufrauen wie Scheuerpulver oder Scheuermilch eine emaillierte Oberfläche – mit dem Effekt, dass dadurch in Zukunft eher noch mehr Nahrungsreste an den Zahnoberflächen hängenbleiben. Andere Zahnpasta-Hersteller verwenden chemische Bleichmittel wie Backpulver oder Wasserstoffperoxid. Alle diese Bleichungsmethoden sind jedoch nicht ganz ohne. Sie bewirken dauerhafte Veränderungen an Zahnfleisch, Zahnschmelz und Mundschleimhaut, führen nicht selten zu Schmerzempfindlichkeit, entzündetem Zahnfleisch und aufgerautem Zahnschmelz.

Das Tensid Sodium Lauryl Sulfat (SLS) beispielsweise, das in nahezu allen herkömmlichen Zahnpastas enthalten ist, greift die Mundschleimhäute an. Diese reagieren mit Austrocknen, wodurch die Anfälligkeit für Aphten zunimmt. Wenn eine Zahnpasta SLS enthält, so merkt man dies beispielsweise daran, dass der Orangensaft kurz nach dem Zähneputzen nicht wie Orangensaft schmeckt.

Eine weitere gängige Zahnpasta-Zutat, die unserem Körper nicht zuträglich ist, stellt das Triclosan dar, ein bakterienhemmendes Desinfektionsmittel, das nicht nur schädliche Bakterien zerstört, sondern auch die gesunden und erwünschten Bakterien der Mundflora. Zudem scheint es bei Triclosan recht häufig zur Entwicklung resistenter Keime zu kommen. Auch wird bei Lichteinwirkung auf Triclosan Dioxin freigesetzt, welches sich in großen Mengen vor allem in Gewässern anreichert.

Berühmt-berüchtigt sind auch die sogenannten Mikropartikel, auch Mikroplastik-Teilchen genannt. Dabei handelt es sich um Kunststoff-Teilchen mit einer Größe, die im Mikrometer- bis Nanometerbereich liegt. Diese zumeist aus Polyethylen bestehenden Mikroplastik-Teilchen werden zahlreichen Pflegeprodukten zugesetzt, um damit einen mechanischen Reinigungseffekt zu erzielen. Bei manchen Produkten kann der Anteil dieser Plastikkügelchen sogar bis hin zu zehn Prozent des Gesamtinhaltes betragen. Die Gefahr bei diesen Mikropartikeln besteht darin, dass sie unter das Zahnfleisch gelangen, sich dort festsetzen und Reizungen verursachen. Auch für die Umwelt stellen sie ein nicht zu unterschätzendes Problem dar, da sie schlussendlich ins Meer gelangen und dort großen Schaden anrichten.

Schwarze Zahnpasta – Fazit

Auch wenn schwarze Zahnpasta deutlich teurer ist, sind die Vorteile der schwarzen Zahnpasta so überragend, dass die eigene Zahngesundheit und das Sauberkeitsgefühl im Mundraum den Mehrpreis absolut Wert sind.

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